www.MeDIA-Maier.de » --> Erstellung digi.Diashow
 

HDAVSHOP einfache Suche

MeDIA-Maier HAUPTMENÜ

www.HDAV-Shop.de SUCHE

Klick Such-Button od. BEITRAGS-SUCHE

www.HDAV.in - Kalender

Oktober 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5
November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3

Besucher Online

Wir haben 74 Gäste online
--> Erstellung digital Schau Drucken E-Mail

ban-seiteninhalt_mit_www

 

 

Ein MeDIA-Maier-Tutorial 



Wie gestalte ich eine digitale Urlaubs-(Bildershow)?
Sie kommen aus dem Urlaub und wollen eine (digitale) Urlaubs-Diaschau erstellen? Dafür suchen sie nach ein paar guten Ideen oder Hilfen? Im Internet stöbern sie unter den Stichworten "Diashow", "Digitalshow", "HDAV-Schau" , etc. um Gestaltungsvorschläge und Software zu finden?

Dann haben sie bereits jetzt einen sehr wesentlichen Fehler begangen!  
Sie haben bereits ihre Urlaubs-Bilder nach bestem Wissen und Gewissen geschossen und dabei keinen "roten Faden" verfolgt, da sie den ja gar nicht geplant hatten. Im Idealfall, zum Beispiel in ihrem nächsten Urlaub, haben sie sich im Vorfeld schon Gedanken über ihre Bilderpräsentation gemacht und im ganz besonderen Idealfall sogar ein paar Stichwort-Notizen hierzu niedergeschrieben. Denn nur eine vorausgeplante Bilderschau kann eine interessante, faszinierende und spannende  Geschichte aus den "schönsten Tagen im Jahr“ erzählen. Und das Wichtigste dabei ist, es muss Ihnen Spaß machen, denn nur ein Profi arbeitet aus anderen, nämlich kommerziellen Gründen.

Eine Urlaub-Diaschau muß also einen Zusammenhang, einen roten Faden haben und eine oder mehrere Geschichten erzählen.
Nicht der chronologische Ablauf nach 1.Tag, 2.Tag, 3.Tag, etc. erzeugt eine Spannung und Interesse beim Zuschauer (vor allem wenn er nicht selbst mit dabei war), sondern die kleine Geschichtchen und Besonderheiten die einem wiederfahren sind, oder die das Land und die Leute erzählen können. Diese Ideen für eine Urlaubsgeschichte untermalt mit seinen schönsten Fotografien, findet man z.B. in landestypischen Märchen, Sagen und Gedichten, ja selbst in den besseren Reiseführern finden wir Hinweise auf Mythen und Legenden, die ja vielleicht sogar ein Grund für uns waren dieses Land zu bereisen?
Ich möchte nun nicht gleich zu Anfang meiner Abhandlung die Latte zu hoch legen, aber ein Ziel in Zukunft könnte es durchaus sein, die Urlaubsgegend in eine Geschichte einzupacken. Ich will hier ein paar Stichworte geben:

  • Landestypische Tiere: könne sich über Touristen unterhalten (Sprechblasen oder Sprecherstimme)
  • Vegetationsbilder: tragische Märchen aus vergangene Königshäuser, mit Vegetationsbilder unterstützt (Dornröschen) (Königskinder kommen nicht zusammen)
  • Meer und Strand: Weg eines Wassertropfens vom Himmel über Bäche ins Meer (kann man auch Regenbilder einbauen)
  • Höhlen, Felsen, Berge: Drachen (Feuer), Unterwelt, Hades, Teufel, Himmel und Hölle
  • Schatzsuche, Suche nach dem "Wunderding" kann auch ein "Wundertier" sein, etc.

ich werde zu gegebener Zeit an dieser Stichwortliste weiterarbeiten.

Nicht die Technik macht eine gute Schau aus!
Sehr gerne beschäftigen sich, vor allem wir Männer, mit technischen Fragen und den Highend-Spielzeugen zur Erstellung einer digitalen Bildershow. Doch Technik alleine ist nicht alles, ganz im Gegenteil! Für manchen wird zuviel technischer Schnickschnack gar zur Belastung und hemmt ihn in seiner Kreativität. Wer eine technisch perfekte Show abliefert, wird trotzdem beim Publikum durchfallen wenn die dramaturgische Gestaltung nicht stimmt. Selbst die raffiniertesten technischen Effekte garantieren noch keine erfolgreiche Diashow. Was zählt, ist die ideenreiche Umsetzung einer guten Story. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Umsetzung analog mit Dias oder digital über Beamer erfolgt. Wir sollten uns also los machen von dieser "Technikhörigkeit", die viel zu oft die Diskussionen bei meinen Clubbesuchen bestimmt. Kaum ein Wort fällt da zur Gestaltung, sonder wie Urmenschen sind alle auf der Jagd nach Pixel, ANSI-Lumen und anderen Zahlenwerten.

HDAV ist Teamarbeit
Vielleicht an dieser Stelle, gleich zu Beginn, der wichtige Hinweis, dass die Produktion einer "Urlaubsshow" besser im Team erledigt werden kann. Wer traut sich ehrlicherweise schon zu ein perfekter Kameramann, Cutter, Fotograf, Computerprogrammierer, Ton-Ingenieur, Regisseur, Produzent und Fachkritiker in einer Person zu sein? Klar, das ist auch einerseits das schöne am Hobby, aber wieso sollen wir uns nicht gegenseitig helfen und gemeinsam die Lorbeeren ernten? Geteilte Freude ist doch doppelte Freude. Wenn wir die kleinste Einheit betrachten, so ist es in der Regel doch so, dass Ehepartner zusammen den Urlaub verbringen. Wenn sie dann noch sich die Aufgaben beim Hobby teilen, ist dies doch eine ideale Symbiose. Frauen z.B. sind meist viel besser in gestalterischen Dingen, die mehr Gefühl und Phantasie benötigen und oft auch musikalisch empfindsamer. Auch Videofilm, Fotografie und O-Ton-Aufnahmen können besser von mehreren Personen bewältigt und aufgeteilt werden. Haben sie schon einmal den Abspann bei professionellen Produktionen gelesen? Selbst bei den studentischen Werken staune ich jedes Mal über die Menge an Helfern und Mitarbeiter die eine solche Produktion hat. Also kann die Teamarbeit unseren Produktionen doch auch nicht schaden. Wenn wir natürlich die Auseinandersetzung der verschieden Geschmäcker bereits bei der Produktion scheuen, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn wir beim Publikum durchfallen, hier sind wir bei einem weiteren wichtigen Punkt der Vorplanung.

Wem will ich meine Geschichte zeigen, wer soll meine Bilder/Präsentation sehen?
Daran geknüpft sind alle Folgeentscheidungen, die selbst schon vor der eigentlichen Zusammenstellung der Geschichte (siehe oben) eine wesentliche Rolle spielen. Meistens steckt in der Frage: „Wem will ich meine Geschichte zeigen“ auch schon der Grund drin „Warum will ich meine Geschichte zeigen“ Und wenn klar ist wem ich warum meine Bilder zeigen will, dann ist auch klar wie ich die Geschichte aufbauen und produzieren muss. Ja selbst die Frage nach der Art der Präsentation ist damit meist schon geklärt.

 

Verschieden Zuschauer-Gruppen erfordern im Prinzip unterschiedliche Präsentation:

Natürlich können wir auch mit Kompromissen leben, aber eigentlich unterscheiden wir die Zuschauergruppen nach ihren Interessen und Bedürfnissen, hier ein paar Beispiele von Gruppen für welche wir die Urlaubsschau mache: 

  • Für mich alleine:
    Eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, wenn man schon etwas erarbeitet hat, dann will man es auch jemanden zeigen, nur als persönliche Erinnerungshilfe ist der Aufwand unverhältnismäßig
  • Für meine engere Familie:
    Dies ist zunächst die erste typische Präsentationsgruppe, vor allem dann wenn auch noch Familienmitglieder mit im Urlaub dabei waren. Meist ist ihre Aussage und Reaktion auch ehrlich. Oft ist es der Ehepartner der einen kennt und auch ohne falsche Scheu die ehrliche Meinung sagen kann. Eine wertvolle Hilfe zur Verbesserung. Klar das hier die mitreisenden Personen sich auf den Bildern suchen. Bei dieser Art von schau hat dies auch seine Berechtigung.
  • Für einen engeren Bekanntenkreis:
    Dies ist wahrscheinlich die häufigste Gruppe und eigentlich auch eine sehr schwierige. Die Bekannten die wir zu unseren (digitalen) Diaabend einladen sind meist zu höflich um ehrlich ihre Meinung zu unserem Werk zu sagen. Aus diesem Umstand kommt auch die typische negative Meinung von langweileigen Diaabenden.
  • Für einen Foto- Videoclub:
    Hier ist ganz sicher mit Kritik zu rechnen, das ist ja auch ein Wesen dieser Vereinigungen. In den Clubs wollen wir uns gegenseitig helfen, unterstützen und verbessern. Klar ist aber auch, dass dieses "fotografisch" orientierte Publikum weniger die persönlichen oder familiäre Dinge interessiert. Hier müssen wir einen ersten Schnitt zwischen den Zielgruppen machen. Digitale Diaschauen erlauben es aber uns ohne großen Aufwand aus der Anzahl aller Bilder und Videos in einem Projekt verschieden Schauen für verschieden Gruppen zu gestalten.
  • Für öffentliche Vorführungen im kleinen Rahmen:
    z.B. in Volkshochschulen, Altersheimen, Landfrauen-Vereinen, Kursaal, Vereinsfeiern, etc. Ab hier wird es professionell, da in der Regel ein kleiner Unkostenanteil herausspringt (und sind es auch nur freie Getränke) Jetzt sind wir an einem weiteren Punkt angelangt, welcher uns zwingt "spannende Urlaubsschauen" zu zeigen. Meist wollen die Betrachter auch Informationen über die Urlaubsgegend weil sie entweder selbst schon dort waren oder weil sie planen dorthin zu gehen. Dieses zahlendes Publikum hat ein Anrecht auf professionelle Qualität. Auch sind wir spätestens hier an einer Stellen, an welcher wir uns auch um rechtliche Dinge kümmern müssen wie Urheberrechte bei unserem verwendeten Bild- und Tonmaterial.  Die Vorführrechte bei der Gema und die Verwendungsrechte vom Erfinder (Produzent, Verlag, Schriftsteller) sollten jetzt vorliegen.
  • Für öffentliche Vorführungen im großen Rahmen:
    Für Profis gilt natürlich das vorher geschrieben genauso, nur jetzt müssen wir uns auch mit der Sicherheit unserer Technik auseinander setzten. Alle Geräte müssen doppelt (redundant) vorhanden sein um vor versammeltem Publikum einen möglichen Ausfall vorzubeugen. Wir brauchen dann auch Großbild-Leinwände , Hochleistungsbeamer und starke Lautsprecheranlagen um die Säle in professioneller Qualität zu bedienen.  Wir müssen für unsere Veranstaltung Werbung  machen, da wir ja Auslagen für Technik und Räumlichkeiten haben, die durch zahlende Zuschauer wieder hereinkommen müssen. Unsere Präsentation muss ein Spitzenprodukt in allen Belangen sein. Perfektes Bildmaterial, eine fesselnde Geschichte, spannende Erzählungen und glaubwürdige, authentische persönliche Ausstrahlung zwingen den Vortragenden live zu seinen Bilder zu sprechen. Sprecher aus der Konserve sind in diesen Dimensionen nicht mehr angebracht.

Vorausplanung ist das A und O
Wir sehen also wie wichtig bei der Vorausplanung die entsprechenden Gedanken zum späteren Einsatz unsere digitalen Diaschau schon sind, weiterhin sind natürlich auch technische Vorbereitungen wichtig.

Informationsbeschaffung:
Infos zum Land, Reiseführer, Recherche im Internet, Fremdenverkehrsbüros, welche Elektrische Gegebenheiten wg. Ladegeräten, Zoll, Gewicht Fluggepäck, etc.

Unsere Ausrüstung muss auch vorbereitet werden:
Im Idealfall sind dies: Zwei Fotoapparate (Spiegelreflex und Compact), kleine und große Stative, Bohnesack, div. Extrem-Objektive, Blitz, Energie, Chip Reinigungsutensilien, HDV-Camcorder, Schlamper-Tasche (deutet nicht auf hochwertige Ausrüstung hin), Foto-Weste, O-Ton-Mikro OKM2, Mini-Disc, Taschenlampe, Ladegeräte, Speichermöglichkeiten.

Im Urlaub sollten wir Wert auf „außergewöhnliche“ Bilder legen
Sie sind das Salz in unserer Suppe der „normalen“ Fotografien. Hierzu ist es hilfreich folgend Punkte zu beachten: Extreme Positionen Fotostandpunkte, immer interessanten Vordergrund suchen,  Strukturen für Übergang fotografieren, Postkarten vor Ort zeigen die schönste Motive und Standpunkte, Überblendgerechtes Fotografieren (hat andere Regeln als Einzelbild-Fotografie) mehr Querformat-Bilder wg. Beamerformat, viel Dunkelanteile in den Bildern zum Einblenden der nachfolgenden hellen Fotografien, gleiche Objekte fotografisch sammeln (Türen, Fenstern, Bäume, etc.), Schärfeverlagerung (Wechsel zwischen Vordergrund und Hintergrund), Bilder mit Personen aus der Urlaubregion sind wichtig aber schwer zu fotografieren, man sollte sie zuvor ansprechen und um Erlaubnis fragen (Recht am persönlichen Bild), Aufhellblitz verwenden, Schrifttafeln, Schilder, Straßennamen der Urlaubsregion fotografieren, auf den Sonnenstand achten und Ausflüge danach ausrichten, Kurioses festhalten, etc.

Wenn man HDV-Videos in seine Präsentation einbauen will
dann darf man die nur vom Stativ aus filmen, sonst wird es den Betrachtern „schwindelig“ durch die „Wackelaufnahmen“. Nur dort wo sich etwas im Bild bewegt also wo eine Dynamik im Bild ist, macht es mehr Sinn zu filmen anstatt zu fotografieren. z.b. belebte Straßenszene, Wasserfall, Geysir, Vulkan, Tanzgruppe, etc. (keine Schwenks und Zooms mit der Videokamera, das macht man besser mit den hochwertigeren Fotografien)

Wenn man nun noch O-Ton-Aufnahmen (Originalton) mitbringen will
so braucht man als Aufnahmegerät einen DAT-, Minidisc- oder Flash-MP3-Recorder. Auch mit der HD-Kamera und einem externem Mikro kann man gute O-Ton-Aufnahmen machen. Im Notfall geht auch ein Handy mit Diktierfunktionen aber ideal ist das Original-Kopf-Mikrofon OKM2 mit dem entsprechenden digitalen Aufzeichnungsgerät. Ein wesentlicher Vorteil ist, das man es in den Ohren trägt und dadurch die Hände zum filmen und Fotografieren frei hat. Auch wird man in den seltensten Fällen als „Reporter“ erkannt und deshalb verhalten sich z.B. Personen freier und nicht wie in einem Interview. Man kann Geräusche und Töne auch von Konserven oder aus dem Internet bekommen. Dabei und auch selbst bei Musik aus dem Ausland sind immer die rechtlichen Aspekte der Vorführung (Gema) und die Urherberechte des „Erfinders“ (Produzent, Verlag, etc.) zu beachten.

Herstellung der Präsentation:
Noch während des Urlaubs oder auch Zuhause kann eine erste Sortierung stattfinden. Die Bilder kann man zunächst auf Festplatte chronologisch ordnen oder auch schon aufwendiger nach Themenbereiche. Bei der erste Sortierung werden unscharfe oder doppelten Bilder, krasse Fehlbelichtungen, etc. gelöscht. Hochformat wird gedreht, auch automatisch z.B. mit Photoshop, Bildbetrachter, Bildverwaltungssystem, Irfan-View, Bridge, ACDSee, etc.

Wenn man nun entweder alle Bilder schon in eine grobe Präsentationsreihenfolge gebracht hat oder sie noch chronologisch auf der Festplatte hat, dann holt man sie nun in ein Präsentationsprogramm  hinein. Dazu gibt es je nach Programm diverse Möglichkeiten, in dem kostenlosen Wings Platinum Basis packt man einfach die Ordner mit der Maus und lässt sie über der Oberfläche von Wings Platinum los. Wie von Zauberhand werden alle Bilder in der richtigen Reihenfolge nacheinander einsortiert und übergeblendet. Falls ein Musikstück sich auch schon in dem Ordner auf dem PC befand wird diese auch schon unter die Bilder oder Videos gelegt.

ABER DAS IST  NOCH KEINE GESTALTUNG EINER SPANNENDEN DIGITALEN DIASCHAU!

Die Gestaltung findet (Gott sei Dank) noch manuell und von Hand statt. Nur wir als kreative Gestalter wissen wie wir die einzelnen Bilder, Videos und Töne zusammenbringen wollen zu einem multimedialen Ganzen. Das nimmt uns noch keine Automatik ab, aber helfen lassen wir uns natürlich gerne durch die Features der modernsten Präsentationsprogramme.

Dramaturgische Gestaltung ist das Wichtigste

Am Anfang haben wir eine Idee (erarbeitet?), daraus resultiert das konzeptionelles Vorgehen und die überblendgerechte Fotografieren für die Diashow. Eventuell finden wir auch unsere Themen erst im Urlaub und arbeiten diese vor Ort aus. Wir wissen, dass Bildern Geschichten erzählen können und denken beim Fotografieren daran. Wir kümmern uns auch um die richtige Auswahl von Bild- und Tonmaterial, den der Ton macht die Musik und ein richtigen Soundtrack kann Stimmungen erzeugen. Auch das Texten für die digitale Diashow will gelernt sein, da es da andere Regeln gibt als in z.B. einem Reiseführer. Wenn wir immer unseren "rote Faden" vor Augen haben, dann werden wir beim Zusammenstellen der Schau keine Bilder vermissen. Engagierte Geschichtenerzähler machen sich sogar Notizen um keine notwendigen Bilder zu vergessen. In die Präsentation können wir dann anschaulich einsteigen und prägnant (mit Paukenschlag) enden. Doch das sind Themen zur "optimale Präsentation" wie ich sie in meinen Workshops zu vermitteln suche.

Weniger ist oft mehr - In der Kürze liegt die Würze
Ein erster Grundsatz den man nicht oft genug erwähnen kann. Lassen sie alle unschönen, unnötigen, unscharfen, unpassenden und doppelte Bilder bzw. Videos weg! Seien sie hart gegenüber sich selbst und war der Aufwand dieses eine Bild zu bekommen auch noch so groß. Wir sind alle zu sehr verliebt in unsere eigenen Bilder, da wir natürlich den Aufwand und die Mühen kennen die wir für dieses eine Bild beim Fotografieren hatten. Aber wen dieses Bild keinen Mehrwert zur Präsentation bzw. zur Aussage bringt dann müssen wir es weglassen. Unser Publikum ist überfordert wenn es zu lange, gute und schöne Bilder anschauen muss. Mann kann gute Kurzgeschichten in wenigen Sekunden, Minuten erzählen (siehe Werbung und Musikclips). Man muss eine interessante Länderschau in maximal einer Stunde abhandeln, alles was darüber hinausgeht fordert unsere Zuschauer so stark, dass die Konzentration und die Aufmerksamkeit rapide nachlässt. Wenn wir ehrlich sind geht es uns ja genauso. Aber auch Dokumentationen im Fernsehen sind selten länger als 45 Minuten und trotzdem gelingt es ihnen uns in ihren Bann zu ziehen.
Profis, die das Ganze aus kommerziellen Gründen machen, unterliegen diesem Dilemma genauso, doch sie müssen ein abendfüllendes Programm für das Geld bieten. Wir, die wir aus Spaß an der Freude unser schönes Hobby pflegen, müssen uns nicht diesem Zwang unterlegen, im Gegenteil wir können im heimischen Umfeld sogar noch für eine gemütliche Atmosphäre mit landestypischen Getränken und Speisen sorgen. Nur so können wir mit einem freudigen Besuch unserer Gäste rechen und müssen nicht fadenscheinliche Ausreden bei der nächsten Einladung befürchten.

Dramaturgie wie in einem griechischen Theaterstück

Einleitung:
Außer dass unsere Diaschau kurz und spannend sein muss, könne wir noch andere gestalterische Gesichtpunkte betrachten. Diese Regeln sind so alt wie die zivilisierte Welt. Selbst im antiken Theaterstück gab es schon eine Einleitung, welche zum Thema hinführt einen Hauptteil, welcher eine Handlung aufbaute und vor dem Ende einen finalen Höhepunkt. Genau so können wir unsere Schau aufbauen. In der Einleitung führen wir zum Thema hin.

Kartenmaterial:
Wenn es eine rein informative Schau werden soll, dann können wir hier unser Kartenübersicht einbauen. Bei Karten gilt das gleiche wie für jede Präsentation. Wenn wir unsere Betrachter nicht überfordern wollen, dann darf die Karte nicht zu viele Details enthalten. Absolut ungeeignet sind abfotografierte Straßenkarten mit ihren überladene Informationen. Für unsere Zwecke sind oft selbst gezeichnete Karten am Besten, Ländergrenzen, geologische Gegebenheiten (Berge, Wasser, Meer) und die wichtigsten Städte reichen aus um dem Zuschauer ein Überblick zu verschaffen. Auch für Karten gilt das gleiche wie für Fotografien. Wir müssen unserm Zuschauer die Möglichkeit lassen, die Bilder zu erfassen, also auch die Karte entsprechend lang stehen lassen. Gutes Kartenmaterial bekommt man auch aus dem Internet oder von entsprechenden CD´s (siehe FAQ´s)
Den Routenverlauf kann man aufwendig mit vielen Einzelbildern einbauen oder aber auch dynamisch mit Hilfe einer Transparenz (Alphakanal)

Schrifteinblendungen:
Unterstützung können wir unsere Information (sowohl Kartenmaterial als auch Fotografien) durch das einbauen von Schriften. Dies kann in einem Präsentationsprogramm integriert sein oder wir gestalten die Texte mit einem Bildbearbeitungsprogramm oder einem Schriftenprogramm. Bei den Schriften können wir auch schon schön gestalten. Banal und langweilig sieht eine Schrift aus die waagrecht mitten ins Bild eingeblendet wird. Dies war oft bei den Diaschauen so. (Hier ein Beitrag wie wir es früher gemacht haben) Wir können nun mit den digitalen Möglichkeiten die Schriften verzerren und verbiegen, ja wir können sie sogar mit einer Bewegung versehen. 3D-Schriften kann man relativ einfach und preiswert mit dem alten Programm Cool3D erstellen. Damit diese einen transparenten Hintergrund bekommen speichern wir sie als .tng ab und bauen sie z.B. in Wings Platinum ein. Passend zu unserem Land suchen wir die Schriftart aus (griechisch, arabisch, modern, konservativ, verspielt, etc.)
Die Farben der Schriften (früher waren sie meistens weiß) suchen wir auch passend aus. Z.b kariert für Schottland, golden für Burma, blau/weiß für Bayern, etc. Auch können wir bei kurzen Wörtern Bilder in die Buchstaben einlegen um so schon ein Überblendeffekt zum nachfolgenden Bild zu generieren. Das wir unterwegs alle Schrifttafeln fotografiert haben, die wir direkt einbauen oder auch freistellen können, habe ich weiter oben schon erklärt. Was man nicht tun sollte, ist der Wechsel von Schriftarten innerhalb einer Schau. Und auch hier gilt „weniger ist oft mehr“

Überblendungen:
Lassen sie die Finger von verspielten 3D-Überblendeffekten oder Pixelwürfel die sich auflösen. Solche Effekte sind nur an Stellen zu empfehlen wo das Bildmaterial ganz genau dazu passt. Bei allen anderen Übergängen orientieren sie sich am Film. Dort gibt es nur harte Schnitte oder weiche Überblendungen und genauso sollten wir unsere Schau auch aufbauen. Keine Standardüberblendung sondern jeder Übergang wird individuell definiert. Dies kann man in Wings Platinum und sicherlich auch in anderen Programmen vorab kontrollieren. Bilder die von ihrer Übergänge her zusammenpassen bringen wir natürlich auch zusammen. Dazu habe ich ein paar Hilfen auf der Seite "Gestaltungs-Tipps" zusammengestellt.

Hauptteil:
Wie schon gesagt sollte der Hauptteil auf ein Höhepunkt hinarbeiten, dazu muss man die chronologische Reihen folge der Urlaubstage verlassen. Bauen sie ihre Schau nach einem roten Faden auf, erzählen sie eine Geschichte oder fassen sie wenigsten bestimmte Themen zusammen.

Effekte:
Genauso sparsam wie man mit dem Überblendeffekten sein muss, dürfen auch die Bildverfremdungseffekte nicht zu oft kommen. Sie können aber durchaus eine Panoramabild einbauen und einen langsamen Schwenk in Wings programmieren. Auch ist es immer ganz lustig irgendwelche ähnlichen Dinge ineinander morphen zu lassen. Aber nur wenn es für die Bildaussage etwas bringt und nicht nur des Effekts willen eingebaut wird. Unmöglich sind ständige Zooms und Schwenks. Was bringen sie für eine Steigerung in der Bildaussage?

Höhepunkt, Auswahl der Musik
Der Höhepunkt den wir im Hauptteil eingeleitet haben können wir auch musikalisch unterstützt. Überhaupt ist die Verwendung der richtigen Hintergrundmusik eine aufwendige Suche und sehr zeitintensiv. Dieser Aussage kann man bereist entnehmen, dass eine 08/15-Musik für uns nicht in Frage kommt. Genauso scheidet populäre Musik mit Gesangestext aus. Der Text passt garantiert nicht zu jedem Bild und der Bekanntheitsgrad der Musik führt dazu, dass die Betrachter ihre persönlichen Gedanken mit der Musik assoziieren und nicht mehr beim Geschehen auf der Leinwand sind. Um die Musiksuche zu verkürzen habe ich bereits 1998 eine Musikdatenbank mit Hörbeispielen programmiert, allerdings wurde diese Datenbank nie gefüllt, da mir der Aufwand zu groß erscheint. Dafür gibt es professionelle gemafreie Musikverlage im Internet, die meine Vorarbeit aufgegriffen haben und eine Stichwortsuche über das Internet mit Hörbeispielen ermöglichen. Selbst Geräusch kann man aus dem Internet legal downloaden. Links findet man auf unserer Seite.

Sprechertext
Wenn man seine Präsentation mit Sprechertext unterlegen will, so tut man gut daran einen Profi zu beauftragen. Es ist unglaublich wie man damit die Qualität einer Schau steigern kann. Auf jeden Fall muss man seinen Text extra erarbeiten und darf nichts aus einem Reiseführer oder aus einem Buch direkt übernehmen. Texte für Präsentationen bestehen auf jeden Fall nicht aus Schachtelsätzen oder unverständlichen Endlossätzen. Kurz, knackig und mit einer Brise Selbstironie kommt noch am besten an. Auf gar keinen Fall, soll im Text zum Bild in blumigen Worten das gesagt werden was man auf der Fotografie eh schon sieht. Genauso krass daneben liegt man mit den Texten die auf die fotografischen Unzulänglichkeiten bei der Aufnahme hinwiesen. Gut sind sinnvolle Ergänzungen zum Thema, die sich nicht aus der Fotografie herauslesen lassen. Doch Vorsicht mit zu viel Information in Form von Zahlen und Daten. Kein Mensch kann sich eine Auflistung aller Jahreszahlen bei zum Beispiel historischen Geschehen merken und schon gar nicht wenn er nicht besonders an dem Thema interessiert ist. Besser ist es mit bildhaften Vergleichen zu arbeiten. Bei Gewichten mit vergleichbaren LKW´s oder Güterzugwagen und bei Flächen mit Sportplätzen oder Ländern. Auch hier kann man kreativ werden und selbst bildhafte Vergleiche erfinden.

Schluß(nach oben)
Am Schluss kann eine Zusammenfassung der wesentlichen Punkte kommen muss aber nicht. Auf jeden Fall soll der Schluss erkennbar und definiert sein. Der Schluss muss aus einem Schlusspunkt bestehen, so dass unser Publikum weiß wann es zur Belohnung Beifall spenden darf. Den Schluß können wir prägnant mit einem sinngemäßen Pauckenschlag enden lassen oder je nach Thema zur Diskussion überleiten. Schlecht ist ein Ende, bei welchem es schon dunkel ist aber die Musik noch weiterläuft, schlecht ist es auch andersherum wenn die Musik aus ist aber ein Bild stehen bleibt.

Rahmenbedingungen
Weiter oben habe ich es schon einmal angesprochen. Unsere Präsentation verdient eine ebenbürtigen Rahmen. Im häuslichen Umfeld ist es die Gemütlichkeit bei landestypischen Getränken und Snacks, im größeren Rahmen auf jeden Fall die Großbildleinwand, das brillante Beamerbild und die perfekte Tonanlage. Damit man auch garantiert nichts vergisst, kann meine Checkliste zur Hilfe nehmen und sie um seine persönlichen Belange erweitern.

 


(Mein persönlicher) Digitaler Workflow zum Erstellen einer Urlaubsreise-Präsentation

1. Vorbereitung  - 2. Durchführung  - 3. Aufbereitung  - 4. Präsentation  - 5. Datensicherung

1.0

Vorbereitung

Eigene Notizen

1.1

Reisevorbereitung Projektstart: 
Infos zum Land, Elektro wg. Ladegeräten, Zoll, Gewicht Fluggepäck, Ausrüstung, Datensicherung,
zuvor Ideen entwickeln !! Landestypische Geschichten, Lyrik, Poesie, Landestyp. Legenden, Sagen und Märchen, Reiseführer nach Storys durchsuchen,

 

1.2

Ausrüstung: 
2xFoto, kl.Klammer-Stativ, gr.Stativ, Tisch-Stativ, div. Extrem-Objektive, Blitz, Energie, Chip Reiniger, HDV-Kamera, Schlamper-Tasche, Foto-Weste, Datenspeicher

 

2.0 

Durchführung

 

2.1

Gestaltung beim Fotografieren:
Extreme Positionen, immer Vordergrund suchen, außergewöhnliche Bilder, Strukturen für Übergang, Postkarten zeigen Motive und Standpunkte,Überblendgerechtes Fotografieren (siehe www.MeDIA-Maier.de), gleiche Objekte, Schärfeverlagerung, mit und ohne Personen, Personen wichtig, ansprechen, reden, Aufhellblitz verwenden, Videos nur vom Stativ, nur dort wo sich etwas im Bild bewegt, z.b.: Straßenszene, Wasserfall, Geysir, Vulkan, Tanzgruppe… Schriften fotografieren wie: Straßenschilder, Namen, Denkmäler, Eintrittsschilder, etc.

 

2.2

Technisches beim Fotografieren:
Speicherplatz darf keine Rolle spielen, kaum Kosten, Belichtung normal auf Tageslicht, Fotos in RAW/JPG, größte Bildgröße, geringste Komprimierung, RAW ca. 4x größer, Belichtungsreihen, Sequenzen, Stativ,

 

2.3

O-Ton-Aufnahmen:
Zoom-H1 / H2n, DAT, Minidisc, MP3, OKM2, HDV-Camcorder, Hybrid-Kameras, Konservenmusik, Musik aus dem Land, GEMA,

 

2.4

Datensicherung:
Immer doppelte Daten (Redundanz), mobile Festplatten, DVD brennen, getrenntes Gepäck, Zuhause alles auf NAS-Festplatte o.ä.

 

3

Aufbereitung Präsentation

 

3.1

Erste Sortierung:
Auf Festplatte chronologisch o.ä. ordnen, Erste Sortierung nach unscharf oder doppelten Bilder, krasse Fehlbelichtungen, etc. löschen, Hochformat ggf. drehen, Bildbetrachter, Bildverwaltungssystem, Irfan-View, Bridge, ACDSee, Lightroom, etc.

 

3.2

Erste Optimierung:
Dann alle Bilder Batchverfahren Photoshop (Elements), nur Kontrast, drehen und abspeichern als PSD (nicht Tonwert, nicht Farben, nicht JPG) Eventuell Stürzende Linien korrigieren, 

 

3.3

Zweite Sortierung im Präsentationsprogramm:

Einlesen in Wings Platinum, div. Möglichkeiten des Einlesens, Ordner anlegen. Ordnerstruktur aus Explorer übernehmen, oder nach Aufbau der Schau z.b. chronologisch 01, 02, in jeden Ordner einen Unterordner 2.te Wahl und eventuell weitere Ordner mit Schwerpunkten, dann Sortierung auf Leuchtpult,  Unterleuchtpult, mit zweitem Monitor, Überblendungen testen, Zusammenstellung in Wings

 

3.4

Zweite Optimierung:

Von Wings aus in die Bildbearbeitung z.B. Photoshop Elements, Eigenschaft beim Bild aktivieren, Optimierung in Farbe, Lichter und Schatten, Unscharf Maskieren, freistellen, Gerade richten, Alphakanal, partielle Überblendung, ggf. Bild verdoppeln,

 

3.5

Zusätzliche Bildeffekte:

Schriften in Photoshop Elements oder Cool3D, Bildverfremdung in MorphBuster, Cosmopoliten, Crazy Talk, Vasco da Gama, Adorage, Heroghlyp, Panoramabilder, etc. Landkarten-Animationen, Gags? (nicht zu viele) Kalibrierung Monitor auf Beamer, einfach gleiches Testbild , grob oder Kalibrierungsgerät

 

3.6

Vertonung:

Musiksuche, Musik ändern pro Sequenz, Sprecher-Text, Geräusche, Datenbanken, Normalisieren, Effekte, Reihenfolge kann auch umgekehrt laufen, Musikarchive siehe hier

 

4

Durchführung Präsentation

 
4.1

Im kleinen Rahmen, Subwoofer mit Satelliten?, Ausrüstung, klein, kompakt automatisch, im Koffer, Aktivboxen, Barebone mit Leuchttastatur, Funk-Fernbedienung, etc.

 

4.2

Ausrüstungs-Checkliste:

Hier, gegen das Vergessen von www.MeDIA-Maier.de

 

5

Datensicherung

 
5.1

Projekt-Ende:
Datensicherung, aller verwendeten Schauen, Musik? DVD, externe Festplatte, nicht nur Exe da die nicht zurücklesbar

 

Sept. 2006 / überarb.Okt. 2008 / www.MeDIA-Maier.de / Achim Maier

 

ban_media_maier